Interview mit Jochen Hackstein zum Gründertraining in Berlin 2010

jochen hacksteinJochen Hackstein lebt in Berlin und ist
zusammen mit seiner Frau im Leitungsteam
der Evangelischen Laienbewegung
“Vineyard Netz Berlin e.V.”.

OnlineRedaktion: Im Herbst steht das Gründertraining in Berlin an. Was sind deine Hoffungen, nachdem die erste Runde in Stuttgart so gut angelaufen ist?

Jochen: Ich liebe einfach meine Stadt Berlin und die fünf neuen Bundesländer. Es gibt so viele Menschen, die noch nie die Chance hatten, das Evangelium auf eine Art und Weise zu hören, die für sie verständlich ist. Ich glaube einfach daran, dass Gemeindegründung die beste Möglichkeit ist, das Evangelium zu streuen. Meine Hoffnung ist, dass wir möglichst viele Gründer finden, fördern und dann auch freisetzen, um einen möglichst guten Job zu machen.

gründertrainingOnlineRedaktion: Jochen du bist selbst Gründer einer Vineyard in Berlin. Gab es etwas Vergleichbares wie das Gründertraining, als du selbst losgelegt hast?

Jochen: Zumindest war mir nichts bekannt. Ich habe mich durch diverse Materialien gearbeitet, wie z.B. den Gemeindegründungswerkzeugkasten von Bob Logan. Das Gründertraining hat aber eine ganz andere Dynamik. Hier ist man zusammen mit anderen Gründern, man bekommt Coaching, man kann erfahrenen Gründern Löcher in den Bauch fragen, man wird auf die wichtigsten Dinge aufmerksam gemacht. Kurz: so etwas hätte ich mir damals auch gewünscht.

OnlineRedaktion: Wenn du an eure Anfangszeit denkst, an welchen Stellen hättest du dir damals besonders Unterstützung gewünscht?

Jochen: Ich muss sagen, dass wir in Berlin viel Unterstützung durch verschiedene Menschen aus der Vineyard Bewegung bekommen haben. Sowohl einfach nur Ermutigung durch Besuche, als auch hilfreiche Tipps durch erfahrene Personen. Ich denke aber, dass ist eher die Ausnahme und hat mit der besonderen Situation von Berlin zu tun. Ich habe mir damals Coaching auch von Außerhalb gesucht, weil dies so innerhalb unserer Bewegung noch nicht etabliert war.

OnlineRedaktion: Für wen ist das Gründertraining geeignet Jochen, welche Voraussetzungen braucht man, um sich anzumelden?

Jochen:
Generell ist es für Menschen, die irgendetwas gründen möchten. Wir haben festgestellt, dass das Wort „Gemeindegründung“ so groß klingt und dass sich das nicht gleich alle zutrauen. Es kann aber durchaus sein, dass jemand eine Kleingruppe gründet, diese wächst, sich teilt und plötzlich 20-30 Menschen da sind. Eigentlich ist das dann schon eine schöne Gemeinde.

Man kann also sagen, dass das Gründertraining etwas für Menschen ist, die
- sich auf die Gründung vorbereiten
- im Prozess der Gründung sind (also die ersten 1-3 Jahre)
- und für Menschen, bei denen die Gründung aufgrund verschiedener Umstände einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt.

OnlineRedaktion: Zum Schluss noch eine Frage: Warum engagierst du dich bei einem Projekt, dass andere Christen dabei unterstützt, Gemeinden zu gründen? Was ist deine persönliche Motivation?

Jochen: Ich liebe Jesus und ich liebe die Menschen, die ihn noch nicht kennen. Ich wünsche mir, dass sie eine Möglichkeit finden, ihn kennen zu lernen. Ich wünsche mir, dass Christen ihr Leben verschenken an diejenigen, die noch Jesus fern stehend sind. Und ich glaube, dass dieses Verschenken am besten im Rahmen einer Gemeinschaft geht. Deswegen träume ich von hunderten von neuen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich hoffe und bete, dass durch dieses Gründertraining Menschen ermutigt und ausgerüstet werden, solche Gemeinschaften der Liebe Gottes zu gründen.

OnlineRedaktion: Herzlichen Dank für diesen Einblick und den ermutigenden Ausblick.

Gemeinsam erleben wir das Reich Gottes in Kraft!

Love Europe 2010Bei den “Love Europe”-Einsätzen haben in den vergangenen Jahren hunderte von Menschen eine Begegnung mit Gott erlebt. Von jedem Einsatz haben wir Berichte von Heilungen und Berührungen erhalten. Die Teilnehmer berichten, dass sie ganz praktisch den Perspektivenwechsel von einem Leben aus den eigenen menschlichen Möglichkeiten hin zu einem Leben aus Gottes Möglichkeiten erleben.

Aus diesem Grund unterstützen Vineyards aus England, Skandinavien, Benelux und dem deutschsprachigen Raum auch 2010 Gemeindegründungen in ganz Europa. An 10 Tagen erwarten dich herausfordernde Teachings die wir gleich praktisch umsetzen! “Power Evangelism” auf den Strassen Europas. Gemeinsam erleben wir das Reich Gottes in Kraft!

Dieses Jahr finden Einsätze im Tessin (Schweiz), in Berlin und ev. in Utrecht (Holland) statt. Alle Infos und Anmeldemöglichkeiten findest Du auf www.love-europe.eu.

Vineyard-Rat Impressionen

Diese Woche findet in Berlin der Vineyard-Rat statt. Der Rat sammelt die Regionenleiter aus der Bewegung zwei mal im Jahr für Training, Inspiration und gemeinsame Ausrichtung. Dieses mal konnten wir Regionenleiter weitere Leiter aus der eigenen Region mitbringen und wir haben heute über Church Planting und Leiterschaftsentwicklung gesprochen.Morgen geht es noch um NCD (Natural Church Development) und einen Ausblick auf 2009. Als gemeinschaftliches Highlight haben wir heute Abend das Fußballspiel FC Union Berlin gegen Werder Bremen (3. Bundesliga) geschaut. Ein Erlebnis. Das Spiel war langweilig, aber die Fans waren das Eintrittsgeld dreimal wert. Eine Stimmung … sagenhaft! Picasa-Album mit Impressionen…

IDEA berichtet über Vineyard

IDEA berichtet über VineyardB e r l i n / G ö p p i n g e n (idea) – Die evangelikal-charismatische Vineyard (Weinberg)-Bewegung plant eine evangelistische Offensive in Berlin. Sie will die Hauptstadt mit der christlichen Botschaft „durchdringen“.
„Wir träumen von der Gründung von 100 Vineyard-Gruppen, die gemeinsam Vineyard Berlin bilden und ein Prozent der rund 3,5 Millionen Bewohner erfassen“, berichtete der Koordinator für den deutschsprachigen Raum, Martin Bühlmann (Bern/Berlin), Anfang Januar in Berlin bei einem Treffen von rund 400 Vineyard-Verantwortlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr unter …

Report Vineyard Leiterkonferenz 2009 - ein Rückblick

Leiterkonferenz 2009

Seit gestern abend wieder zuhause und glücklich wieder im Schwabenland zu sein. Drei Tage Leiterkonferenz in Berlin waren wieder eine Inspiration und Stärkung für mich. Persönlich zum einen, weil Themen authentisch gesetzt werden, die mich als Leiter einfach bewegen, wie bspw. der ‘Umgang mit Erfolg & Mißerfolg’, ‘Leidenschaft für Jesus bis ins Alter bewahren und entfalten’ oder  ‘integere Entscheidungen treffen auch unter Druck’ oder, oder.

Zu anderen ist es ermutigend zu erleben, wie die Bewegung sich Jahr um Jahr entfaltet - undramatisch, unprätentiös und unorthodox. Aber gerade dies macht es sie glaubwürdig. Martin und Georgia Bühlmann verstehen Vielfalt zu ermöglichen und Einheit in Werten, Vision und Beziehung zu wahren. Das schafft Freiheit und Energie.

Besonders bereichernd diese Jahr waren für mich die Beiträge  aus den europäischen Vineyards, wie Jan Berhard Striuk, Leiter der Vineyard BeNeLux, Jamie Water, Overseer von Schottland oder John Mumford, der Leiter der Vineyard UK. Die Bewegung zu erleben, die in unterschiedlichen Kulturen und Kontexten die gleichen Prioritäten hervorbringt: Reich Gottes ausbreiten - natürlich übernatürlich. Das ist eine begeisternde Erfahrung. Mit mehr als 450 Teilnehmern kam die Konferenz jetzt im Hotel Müggelsee, Berlin an ihre logistischen Grenzen. Wir werden sehen, wo wir in Berlin uns nächstes Jahr einfinden werden, sodass mehr Menschen mit dabei sein können. WANN? 06. - 09. Januar 2010. Schon mal vormerken.

Wer nicht dabei war, HIER (iTunes)sind die Podcasts der Konferenz 2009 - unbedingt hörenswert!

Report Vineyard Leiterkonferenz - Donnerstag

Georgia & Martin BühlmannDie erste Tag in Berlin war geprägt von einem Thema: Leidenschaft. Ein Element das den Motor, die Energie unseres Lebens darstellt. Martin entwickelte am Morgen und abends den Gedanken, was uns als Leiter wirklich Energie gibt. Erfolge, Zahlen, Menschen … werden nicht austragen. Gerade in Zeiten der Krise und der Herausforderung braucht es einen Grund, ein Fundament, das trägt: Leidenschaft für Christus - gekreuzigt, auferstanden. Ein glaubwürdiges Beispiel dafür sahen wir an den Ehepaaren Keller und Kopfermann, die im Herbst ihres Lebens diese ungebrochene Leidenschaft leben. ‘Report Vineyard Leiterkonferenz - Donnerstag’ weiterlesen

Vineyard Berlin und die Evangelische Kirche

Vineyard BerlinEs gibt tolle Neuigkeiten von den Berlinern. So schreibt Jochen heute auf seinem Weblog: Seit ca. zweieinhalb Jahren hat die Vineyard Berlin eine Vereinbarung mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz (EKBO). Diese Vereinbarung besagt, dass wir ein innovatives Projekt für nichtkirchliche Menschen sind. Mit kirchlichem Segen dürfen wir Taufen und Abendmahl feiern. Turnusgemäß hatte ich nun gestern ein Gespräch mit der zuständigen Oberkonsistorialrätin Frau Friedericke Schwarz und mit Frau Superintendentin Beatrix Forck. Es war ein sehr offenes und konstruktives Gespräch. Wir haben uns hauptsächlich ausgetauscht über die Menschen, die durch die Angebote der Vineyard Berlin angesprochen werden. ‘Vineyard Berlin und die Evangelische Kirche’ weiterlesen

ECPN in Vilamoura/Portugal

ECPN

Die zweite Einheit der Learning Community liegt nun hinter uns. Es war eine intensive Woche für uns alle und ich bin etwas müde, jedoch sehr erfüllt von unseren Ergebnissen und Einsichten nach diesen Tagen. Als Taskforce Churchplanting haben wir die Aufgabe für Vineyard D.A.CH., Gemeindegründung systematisch und wirksam in unserer Bewegung zu fördern und zu ermöglichen. Dazu sind wir Teil der Learning Community von ECPN. ECPN steht für European Church Planting Network, das für zwei Jahre acht europäische Gemeindegründungsbewegungen zusammenführt und gemeinsames Lernen und Entwickeln ermöglicht. Interessant ist u.a. die Tatsache, dass mehr als ein Drittel der Bewegungen aus traditionellen lutherischen, evangelischen Landeskirchen, wie Württemberg, Norwegen und Finnland stammen.

Jochen Hackstein stellt die Vineyard Berlin vor.Als Taskforce Church Planting (Marlin Watling - Vineyard Heidelberg, Hani Rus - Vineyard Wien, Roger Keller - Vineyard Liestal, Marius Bühlmann - Vineyard Bern, Jochen Hackstein - Vineyard Berlin und Marcus Hausner - Vineyard Filstal) haben wir uns eine große Aufgabe gesteckt: Die Auswertung von 20 Interviews von erfolgreichen und weniger erfolgreichen Gemeindegründern, sowie von ausgewiesenen Fachleuten zu dem Thema. Diese bildeten die Ausgangslage für die weiteren Handlungsschritte unserer Arbeit. Die Zusammenfassung wird in Kürze an dieser Stelle nachzulesen sein. Danke an Marlin Watling, der die Befragungen und auch den Moderationsprozess (DLI - Design Lead Innovation Process) leitete. Neben den intensiven Arbeitseinheiten waren die persönlichen Begegnungen eine große Bereicherung.

Gute Inhaltliche Refgexionen zu den Tagen von Marlin auf seinem Weblog. Hier geht es zu einem kleinem Webalbum.

Der Osten macht mobil …

Gesehen am Flughafen TegelIch war heute für einen Tag mit den Studenten des ersten ostdeutschen RVLTs in Berlin. Feine Menschen!

Modul 1 ‘Werte und Geschichte der Vineyard’ war das zweite Wochenende und wir haben im ersten Schritt über Wesen und Funktion vo persönlichen Werten im Zeitalter der Postmoderne. Einige Impressionen anbei …

Was eine Milliarde Muslime wirklich denken …

Weltweite Gallup-Umfrage
Betende Männer in einer Berliner Moschee: Muslime schätzen am Westen vor allem Technologie und Freiheit.Der schon fast vergessene Donald Rumsfeld irrte: Was Muslime über den Westen denken, wisse niemand. Schließlich könne es dazu keine Umfrage geben. Falsch: Sechs Jahre und 50.000 Interviews später hat das Gallup-Institut seine Studie vorgestellt.

Manchmal hat ein Chef einfach eine richtig brilliante Idee. Im konkreten Fall Jim Clifton, Boss des Meinungsforschungsinstituts Gallup.
Hier gehts weiter zur Tagesschaumeldmung.