Jochen Hackstein lebt in Berlin und ist
zusammen mit seiner Frau im Leitungsteam
der Evangelischen Laienbewegung
“Vineyard Netz Berlin e.V.”.
OnlineRedaktion: Im Herbst steht das Gründertraining in Berlin an. Was sind deine Hoffungen, nachdem die erste Runde in Stuttgart so gut angelaufen ist?
Jochen: Ich liebe einfach meine Stadt Berlin und die fünf neuen Bundesländer. Es gibt so viele Menschen, die noch nie die Chance hatten, das Evangelium auf eine Art und Weise zu hören, die für sie verständlich ist. Ich glaube einfach daran, dass Gemeindegründung die beste Möglichkeit ist, das Evangelium zu streuen. Meine Hoffnung ist, dass wir möglichst viele Gründer finden, fördern und dann auch freisetzen, um einen möglichst guten Job zu machen.
OnlineRedaktion: Jochen du bist selbst Gründer einer Vineyard in Berlin. Gab es etwas Vergleichbares wie das Gründertraining, als du selbst losgelegt hast?
Jochen: Zumindest war mir nichts bekannt. Ich habe mich durch diverse Materialien gearbeitet, wie z.B. den Gemeindegründungswerkzeugkasten von Bob Logan. Das Gründertraining hat aber eine ganz andere Dynamik. Hier ist man zusammen mit anderen Gründern, man bekommt Coaching, man kann erfahrenen Gründern Löcher in den Bauch fragen, man wird auf die wichtigsten Dinge aufmerksam gemacht. Kurz: so etwas hätte ich mir damals auch gewünscht.
OnlineRedaktion: Wenn du an eure Anfangszeit denkst, an welchen Stellen hättest du dir damals besonders Unterstützung gewünscht?
Jochen: Ich muss sagen, dass wir in Berlin viel Unterstützung durch verschiedene Menschen aus der Vineyard Bewegung bekommen haben. Sowohl einfach nur Ermutigung durch Besuche, als auch hilfreiche Tipps durch erfahrene Personen. Ich denke aber, dass ist eher die Ausnahme und hat mit der besonderen Situation von Berlin zu tun. Ich habe mir damals Coaching auch von Außerhalb gesucht, weil dies so innerhalb unserer Bewegung noch nicht etabliert war.
OnlineRedaktion: Für wen ist das Gründertraining geeignet Jochen, welche Voraussetzungen braucht man, um sich anzumelden?
Jochen: Generell ist es für Menschen, die irgendetwas gründen möchten. Wir haben festgestellt, dass das Wort „Gemeindegründung“ so groß klingt und dass sich das nicht gleich alle zutrauen. Es kann aber durchaus sein, dass jemand eine Kleingruppe gründet, diese wächst, sich teilt und plötzlich 20-30 Menschen da sind. Eigentlich ist das dann schon eine schöne Gemeinde.
Man kann also sagen, dass das Gründertraining etwas für Menschen ist, die
- sich auf die Gründung vorbereiten
- im Prozess der Gründung sind (also die ersten 1-3 Jahre)
- und für Menschen, bei denen die Gründung aufgrund verschiedener Umstände einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt.
OnlineRedaktion: Zum Schluss noch eine Frage: Warum engagierst du dich bei einem Projekt, dass andere Christen dabei unterstützt, Gemeinden zu gründen? Was ist deine persönliche Motivation?
Jochen: Ich liebe Jesus und ich liebe die Menschen, die ihn noch nicht kennen. Ich wünsche mir, dass sie eine Möglichkeit finden, ihn kennen zu lernen. Ich wünsche mir, dass Christen ihr Leben verschenken an diejenigen, die noch Jesus fern stehend sind. Und ich glaube, dass dieses Verschenken am besten im Rahmen einer Gemeinschaft geht. Deswegen träume ich von hunderten von neuen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich hoffe und bete, dass durch dieses Gründertraining Menschen ermutigt und ausgerüstet werden, solche Gemeinschaften der Liebe Gottes zu gründen.
OnlineRedaktion: Herzlichen Dank für diesen Einblick und den ermutigenden Ausblick.
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